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Zsigmondyspitze 3089m

Zsigmondyspitze Südgrat

Datum: 06.08.2014

Teilnehmer: Helmut, Michael  

Gipfel:

Zsigmondyspitze 3089m

Schwierigkeiten: UIAA III-,  1950hm 

Wetter: tolles Zwischenhoch bei sommerlichen Temperaturen, fast wolkenloser Himmel

Ausrüstung: Gurt, Karabiner, Abseilgerät, 6 Expressen, 60m Einfachseil, Helm, viele Bandschlingen, Reepschnüre – am laufenden Seil gesichert

 

Strecke: Gasthof Breitlahner 1257m -Wanderweg 523 - Berliner Hütte 2045m - Wanderweg 502 - Schwarzsee - Wanderweg 522 - Firnfeld - Feldscharte 2878m - Einstieg Südgrat 2890m - Südgrat - Gipfel Zsigmondyspitze 3089m - Südgrat - Einstieg - Feldscharte - Firnfeld - Wanderweg 522 - Schwarzsee - Wanderweg 502 - Berliner Hütte 2045m - Wanderweg 523 - Gasthof Breitlahner 1257m

 

Michael und Helmut wollten die Zsigmondyspitze klettern. Gerne begleitete ich die beide, den der Zsigmondyspitze Südgrat ist ein Zillertaler Klassiker mit moderaten Schwierigkeiten der auf einen der imposantesten Gipfel der Zillertaler Alpen führt. Sowas darf nicht im Tourenbuch fehlen!

Wir fuhren also vom heimischen Niederbayern ins Zillertal. Vorbei am Schlegeisspeicher parkten wir beim Gasthof Breitlahner. Von dort fuhren wir mit dem MTB teilweise ziemlich steil bis kurz unterhalb des Gasthof Alpenrose. Von da geht es zu Fuß, immer dem Wanderweg 523 zur Berliner Hütte (2042m) folgend weiter. Bei der Berliner Hütte, beziehungsweise beim „Berliner Schloss“ steigen wir auf dem Wanderweg 502 weiter links einem Hang hinauf bis wir zum Schwarzsee auf 2674m hinaufgelangen.

Am Schwarzsee angekommen, steigen wir, immer den roten Markierungen und den Steinmanndln folgend, weiter in Richtung Melkerscharte 2899m auf. Unterhalb der Melkerscharte steigen wir über das lange Schneefeld hinauf zur Feldscharte auf 2878m. Hier machen wir erst mal eine kurze Pause, ziehen Gurt, Helm und Schlosserei an und steigen dann die restlichen zehn Meter zum Einstieg des Südgrates. Anschließend klettern wir über Schutt links von der Feldscharte zum Südgrat und über diesen in leichter Blockkletterei (UIAA II, 80 m) auf einen kleinen Absatz. Dort folgen wir nach links einem breiten Band, das fast bis zum Südwestgrat hinüber in die Südwand quert.

Am Ende des Bandes klettern wir auf einem etwas steileren Band wieder retour zum Südgrat, Durch eine steile Blockrinne (UIAA II) gelangen wir wieder zum Grat hinauf. Anschließend klettern wir eine kurze Steilstufe gerade (UIAA III-) Richtung Gipfel hinauf, bevor uns eine überhängende Wand den Weg versperrt. Wir queren kurz auf die Floitengrundseite (UIAA III-) und steigen auf dieser Seite weiter über Blockgelände (UIAA II) zum Gipfel 3089m hinauf. Dort gönnen wir uns erst einmal eine Brotzeit und genießen die Aussicht. Die Aussicht ist schon gewaltig.

Bevor wir uns an den Abstieg machen, richten wir uns zum Abseilen her. Die Abseilstände sind eingerichtet. Teilweise abseilend, teilweise abkletternd, erreichen wir wieder den Einstieg. Über den Anstiegsweg gehen wir zurück zur Berliner Hütte, wo wir uns noch ein Weißbier genehmigten. Mit dem MTB fuhren wir sehr knieschonend zurück zu Schlegeisspeicher.

 

Fazit: Ein großer Zillertaler Klassiker, der trotz der moderaten Schwierigkeiten keineswegs überlaufen ist. Wir waren die einzigen am Berg. Konditionell fordernde Tagestour, bei der mit Gegenanstiege fast 2000 Höhenmeter zu bewältigen sind. 

 

 

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