Ausrüstungscheck

Schmaler Grat bei der Hocheisumrahmung. Im Hintergrund Teufelshörner, Kahlersberg, Hochkönig, Großer Hundstod. 

Hier stelle ich die von mir getesteten Ausrüstungsgegenstände vor. Die Produkte sind von mir getestet und benutzt und die Berichte von mir selber, ohne externen Einfluss oder Druck erstellt.

Ich gebe auch im Kopfteil jedes Ausrüstungschecks an, ob es sich um ein zum Testen zur Verfügung gestelltes Produkt handelt oder ein selbst gekauftes Produkt ist.

Nicht, dass es für mich bei der Bewertung einen Unterschied machen würde, ein für mich schlechtes Produkt bleibt schlecht. Und da mache ich keine Unterschied, egal auf welchen Wege es zu mir fand.

Aber Recht und Gesetz verlangen es, dass ich das extra als Werbung aufführe.

 

Ich hoffe, ich kann Euch bei der einen oder anderen Kaufentscheidung helfen.

Petzl - Sirocco Kletterhelm

Ausrüstungscheck:

 

Datum:                      11.09.2021

 

Produkt:                   Kletterhelm

 

Hersteller:                Petzl              

 

Typ:                           Sirocco Schwarz/Orange Gr.2

 

Erwerb:                     selbst gekauft 

 

 

Getestet am:           19.09.2021

Was der Hersteller sagt:

Der Sirocco Kletterhelm von Petzl ist das optimale Leichtgewicht zum Sportklettern und andere Unternehmungen am Berg.

 

Seine stabile Hybridkonstruktion bietet maximalen Schutz sowohl gegen Schläge von oben als auch diagonal auftreffende Schläge. Sie folgt den Ansprüchen des Top and Side Protecion Label von Petzl. Um idealen Komfort zu bieten, ist der Helm mit großen Belüftungsöffnungen ausgestattet, die für einen kühlen Kopf sorgen. Sollte es einmal dunkel werden, ist der Helm mit Stirnlampen kompatibel. Zwei Clips an der Vorderseite des Helms und ein elastischer Riemen an der Rückseite des Helms bieten perfekten Halt für die Beleuchtung.

Zarte Riemchen halten alles am Kopf.

Vorgeschichte:

Mein letzter Helm, der HELMUT von Austria Alpin ist mir letztens von ca. 6 Meter Höhe auf Felsen gefallen, da hat er einen 3 cm Cut im blauen Überzug gekriegt. Da mir mein Kopf schon einiges Wert ist, wollte ich gar nicht lange diskutieren, ob der noch geht oder nicht. Also musste ein neuer her.

 

Die Auswahl:

 

Nur in diesem Kletterhelm Dschungel den richtigen für meinen Kopf zu finden, das war gar nicht so leicht. Befreundete Kletterer und Bergsteiger hatten entweder den Vapor von Black Diamond oder den Sirocco von Petzl. Ich schaute mir die Bewertungen beider Helme an, und entschied mich final für das Produkt von Petzl.

 

Wichtige Punkte bei der Auswahl waren für mich:

·         Leicht sollte er sein

·         Angenehm zu tragen, dass die Hemmschwelle ihn aufzusetzen gering bleibt

·         Farblich sollte er passen

·         Mit Stirnlampenhalterung

·         Einfache Größenverstellung

 

·         Gute Lüftung

Der gut funktionierende Magnetverschluss

Der erste Eindruck:

 

Leicht, leichter, Sirocco. Echt unglaublich, dass dieser Helm die Norm erfüllt. Ein erstes Aufsetzen zeigt mir sofort, das er passt. Nur kurz noch an den filigranen Riemchen ein zweimal gezogen, schon passt er. Zum Tragegefühl kann ich noch nicht viel sagen, weil man ihn nicht spürt, beziehungsweise vergisst, dass man einen Helm aufhat. Genau das wollte ich! Mega!

In der Praxis und Fazit:

Die anstehende Führungstour auf den Hochseiler am Hochkönigstock kommt das genau recht, um den Helm auf Herz und Nieren zu testen. Kurz nach der Bertgenhütte setze ich den Helm das erste Mal draußen auf, ich habe ein Buff auf, deshalb muss ich den Kinnriemen kurz nachjustieren. Aber alles klappt wunderbar. Schon nach einem weiteren Zug am Riemchen passt er wieder. In der leichtern Kletterei hinauf zu den Teufelslöchern, wo man sich doch immer wieder nach den Markierungen umschauen muss, war der Helm weder an den Schultern noch im Nacken störend. Die Lüftungslöcher sind ausreichend, ich habe nicht geschwitzt, beziehungsweise einen Hitzestau unter dem Helm gefühlt.

Die Stirnlampenhalterung ist wie beim ganzen Helm sehr auf da Gewicht geachtet worden. Aber die Stirnlampe hält gut und rutscht auch nicht nach oben. Mit dem kleinen Gummi kann man die Lampe optimal fixieren.

Was ich mich allerdings Frage ist, ob der Helm recht lange herhält. Da er quasi nur aus Hartschaum besteht, ist er meiner Meinung nach sehr anfällig, wenn man ihn grob behandelt. Das heißt, wenn man den Sirocco mit Eisschrauben, Schlosserei und Steigeisen in einem Rucksack ohne Schutz wirft, wird man bald die ersten Schrammen oder Löcher im Helm haben.

Kletterer und Bergsteiger, die Wert auf geringes Gewicht legen und weniger auf Langlebigkeit der Produkte sind beim Sirocco von Petzl genau richtig. Eine schönes Produkt, das durch das geringe Gewicht, die einfache Einstellbarkeit und die gute Passform punktet. Der praktische Magnetverschluss rundet die Sache ab. Die wahrscheinlich begrenzte Haltbarkeit bei unsachgemäßer Behandlung bedeutet einen halben Punkt Abzug.

 

 

 

4,5 von 5 Punkten


Edelrid - Swift Pro Dry Oasis - Einfachseil

Ausrüstungscheck:

 

Datum:                      26.08.2021

Produkt:                   Kletterseil / Hochtourenseil

Hersteller:                Edelrid

Typ:                           Swift Pro Dry Oasis – 8,9mm, 60m

Erwerb:                     gestellt zum Test von Intersport Strohhammer

 

Getestet am:           22.08.2021 – 24.08.2021

Das sagt der Hersteller:

Ein Seil, drei Normen. Das Swift ist Einfach-, Halb- und Zwillingsseil in einem und mit 8,9 mm Durchmesser eines der dünnsten Einfachseile am Markt. Minimales Gewicht, kleinster Durchmesser und bestes Handling, Dauerhaft wasser- und schmutzabweisend dank Pro Dry Ausrüstung, Angenehmes Handling dank Thermo Shield Behandlung, Wasseraufnahme unter 2 % gemäß UIAA Water-Repellent Test, Direkt einsatzfähig ohne Krangelbildung dank 3D-Lapcoiling

 

Vorgeschichte:

Für meine Führungstouren, Ausbildungen vom Alpenverein und meine Privattouren brauche ich ein Allroundseil, das für mich sowohl am Gletscher als auch bei Felstouren gute Arbeit leistet. Das Swift von Edelrid ist so ein Seil und ich freute mich, als mir Intersport Strohhammer dieses Seil zum Testen zur Verfügung stellte. Da kam der anstehende Hochtourenkurs vom Straubinger Alpenverein, den ich jedes Jahr einmal leite, natürlich gerade recht. Ich bin gespannt, wie das Seil vom Handling bei den Spaltenbergungspraktiken und der Performance auf dem Gletscher ist.

 

Der erste Eindruck:

Das Seil liegt beim ersten Durchziehen angenehm in den Händen und ist für ein Einfachseil richtig leicht.

 

In der Praxis und Fazit:

In der Hochtourenausbildung wird ein Seil natürlich erheblich stärker belastet als bei einer normalen Hochtour, wo das Seil auf dem Gletscher oder eventuell beim Sichern auf dem Gipfelanstieg verwendet wird. Ich hatte es bei einem Hochtouren Ausbildungskurs auf der Wiesbadener Hütte und bei der Ausbildungstour auf den Großen Piz Buin im Einsatz.

Es wurde bei den „Losen Rolle“ Übungen, der Kameradenrettungstechnik aus einer Gletscherspalte und bei der Selbstrettung im Klettergarten stark beansprucht. Das Seil ist gut im Handling und die bei der Losen Rolle benutzten Knoten gehen anschließend gefühlt besser auf als beim Konkurrenzprodukt. Auch die Perfomance auf dem Gletscher ist hervorragend, denn das Seil nimmt kaum Wasser auf und ist nachher beim Abstieg kaum nass. Das kenn ich von anderen Seilen anders…Anscheinend funktioniert die Pro Dry Technik von Edelrid. Das Gewicht ist top, denn das ist besonders in großen Höhen von Vorteil.

Ich bin begeistert und kann das Seil für Hochtouren und Skihochtouren bestens empfehlen. 

5 von 5 Punkte


CEP - Hiking Merino Kompressionssocken

Ausrüstungscheck:

 

Datum:          06.08.2021

Produkt:       Hiking - Merino Kompressions-Socken

Hersteller:    CEP

Typ:               stonegrey / grey – WP204 – Größe III

Erwerb:         zum Test gestellt von Intersport Strohhammer

 

Getestet am: 05.08.2021 und 06.08.2021 und 13.08.2021

 

 

 

 

 

Was sagt der Hersteller:

Feel-Good-Effekt, perfekter Temperaturausgleich und leichte Beine dank optimaler Versorgung mit wertvollen Nährstoffen. Anatomisch perfekt platzierte Polsterzonen im Fußbereich – für eine zuverlässig schützende Dämpfung. Tiefensensorisch stimulierte Gelenke bieten mehr Stabilität uns einen besseren Stand auch auf unebenen Wegen – für weniger Verletzungen.

 

Die Auswahl:

Da ich immer auf der Suche nach Ausrüstungsteilen bin, die mir 2000 oder 2500 Höhenmeter angenehmer gestalten, war ich froh, als mir Intersport Strohhammer die neuen CEP Merino Socken zum Testen gab. Bisher bin ich immer mit Falke Skisocken in den Bergschuhen unterwegs gewesen, was mich besonders beim Bergab gehen, beziehungsweise Talwärts gehen nach einer anstrengenden Tour ziemlich belastete. Mit Kompressions-Socken hatte ich bisher noch keine Berührungspunkte.

 

Der erste Eindruck:

Die Socken fühlen sich beim Auspacken überraschend weich und angenehm an. Man sieht die weißen, verstärkten Bereiche, wo viele Benutzer anscheinend Ihre kleinen oder größeren Problemchen haben. Laut Beschreibung auf der Rückseite der Verpackung gibt es vier verschiedene Größen, wobei der Wadendurchmesser als besonders wichtig erscheint. Ich bin gespannt, was das neuen Merino Socken von CEP können.

In der Praxis und Fazit:

Bei meiner Hochtour auf und von der Gnifetti Hütte auf die Signalkuppe konnte ich die Socken zwei Tage lang testen. Die Socken fühlen sich in den Schuhen angenehm weich und dämpfend an, gleich nach dem anziehen kann man die Kompression und den angenehmen Druck auf die Waden fühlen. Die Sohlen der Socken fühlen sich angenehm in den Schuhen an. Die große Kälte und die tiefen Temperaturen auf dem Gletscher, bei denen ich in den Bergschuhen ziemlich fror, konnten die Socken auch nicht kompensieren.

Der Druck auf die Waden war nie zu groß, nur beim Schlafen muss man die Socken ausziehen, denn für den erholsamen Schlaf sind sie eher kontra produktiv, wenn sich das Blut in den Waden staut. Der sonst so unangenehme Fußgeruch nach langen Touren war quasi nicht vorhanden. Absolut Tourenpartnerfreundlich!

 

Bei meiner Wanderung in den Bayerischen Voralpen waren die Socken einfach zu warm. In den Salomon Speedcross, die ich normalerweise bei Wanderungen bevorzuge, gefielen mir die kniehohen Socken nicht. Ich kam mir affig vor mit knielanger Hose, SpeedCross und den langen Socken dazwischen bei 25-30 Grad. Aber das dürfte nur ein persönliches Problem sein. Hier kann ja jeder nach seinem Gusto handeln.

Deshalb muss ich mein Fazit aufteilen. Auf Hochtouren und ausgedehnten, langen Touren im Hochgebirge nutze ich sie in Zukunft gerne, weil sie angenehm zu tragen sind und ich nach der Tour, wahrscheinlich auf Grund der Kompression ein angenehmeres Gefühl in den Beinen habe. Hier finde ich, sind die Socken echt perfekt.

Bei Wanderungen und Bergläufen in den Voralpen bleibe ich lieber bei meinen Laufsocken. Die sind vom Komfort und von der Wärmeentwicklung her angenehmer. Da steht für mich die helfende Kompression nicht so im Vordergrund.

 

Hochtouren:     5 von 5 Punkten

Wanderungen: 1 von 5 Punkten


Dynafit Laufrucksack Ultra 15

Ausrüstungscheck:

 

Datum:                      19.08.2021

Produkt:                   Laufrucksack

Hersteller:                Dynafit

Typ:                           Ultra 15 schwarz

Erwerb:                     selbst gekauft bei Intersport Strohhammer

 

Getestet am:           20.06.2021 / 27.06.2021 / 13.07.2021 / 03.08.2021

Was der Hersteller sagt:

 

Leichtgewicht und Raumwunder in einem. Der komprimierbare Ultra Rucksack mit 15 Liter Volumen ist konzipiert für lange und fordernde Ultra Läufe. Die Träger sind anatomisch geformt und passen sich deiner Rücken- und Schulterpartie an. Dank des bewährten und einfachen Verschlusssystems ist der Rucksack schnell an- und auszuziehen, wenn du während des Laufens schnell etwas rausholen möchtest. Der Hüftgurt ist regulierbar und kann somit optimal auf deinen Körper angepasst werden.

 

Vorgeschichte:

 

Ich habe 2015 bei einem Triathlon Trainingslager einen Salomon Laufrucksack gewonnen. Diesen habe ich dann auch über Jahre hin benutzt aber so richtig gepasst hatte mir der nie. Irgendwo zwickte es immer und besonders bei längeren Trail-Läufen war er auf die Dauer einfach zu unbequem. Also musste was Neues her… 

Die Auswahl:

Da ich den Rucksack zukünftig bei Rennradtouren, bei langen Ultraläufen und Tagestouren in den Bergen aber auch bei Trainingsläufen im Mittelgebirge verwenden möchte, war ich so zu sagen auf der Suche nach der Eierlegenden Wollmilchsau. Ich fuhr dann unter der Woche mal zum Ausrüstungsgeschäft meines Vertrauens und probierte die aktuelle Bandbreite der Laufrucksäcke durch. Neben dem Platzhirsch Salomon konnte ich die Rucksäcke von Dynafit und La Sportiva probieren.

 

 

Wichtige Punkte bei der Auswahl waren für mich:

  • 10-15 Liter Volumen
  • Wasserdichte Tasche im Innenbereich
  • Taschen für meine 500ml. Soft-Flask Flaschen
  • Möglichkeit zur Verwendung eines Trinksystems
  • Stockhalterung
  • Und zu guter Letzt, sollte er mir passen und gefallen.

 

 

Am besten passte mir auf Anhieb der Dynafit Ultra 15 - Black Out.

Der erste Eindruck:

Was mir bei dem Westen ähnlich geschnittenen Laufrucksack sofort aufgefallen ist, dass er einfach passt. Die Schulterträger schneiden nicht ein. Mit den beiden Riemchen an der Vorderseite kann man den Rucksack auf seine Oberkörpermaße einstellen, wobei man nie das Gefühl hat, sie engen ein. Die 265 Gramm an Gewicht sind am Rücken eigentlich nicht zu merken.

 

Die Taschen für Soft-Flask und den ein wenig darunter liegenden etwas kleineren Netztaschen für Gels oder Riegel sind gut zu erreichen und lassen sich mit den kleinen Klettpunkten gut verschließen. Für die Stöcke wäre eine mittige Tasche vorgesehen. Mal schauen ob diese sich als praktisch erweist. In dem großzügigen Hauptfach, beziehungsweise Frontfach ist jede Menge Platz.

In der Praxis und Fazit:

Ich habe den Rucksack bisher bei einigen Touren dabei gehabt. Darunter bei der Estergebirgs Überschreitung, der Königssee Umrundung, der Hochkalter Überschreitung und dem Traillauf auf die Täschalp. Ich muss sagen, bis auf eine kleine Sache hat mich der Ultra 15 voll überzeugt.

 

 

 

Er sitzt sowohl beim Bergauflaufen als auch beim Bergablaufen perfekt. Da scheuert nichts und alles bleibt da wo es soll. Auch wenn man den Rucksack unvorteilhaft packen sollte, hat man nicht das Gefühl, etwas würde an in einer schnellen bergab Kurve besonders nach Außen ziehen. Dank dem ausgeklügelten Verschlusssystem kann man den Rucksack schnell an- und ausziehen. Durch den westenähnlichen Schnitt hat man den unteren Rücken und die Hüften frei und hat dadurch gefühlt mehr Bewegungsfreiheit.

 

Die 15 Liter Volumen sind für mich auch für Tagestouren völlig ausreichend. So habe ich einen guten Kompromiss zwischen den Trainingsläufen und den eher Ausrüstungsintensiveren Bergtouren. Sowohl im großen Hauptfach, aber auch im etwas kleineren Frontfach finden Regenjacke, Thermojacke, Wechselshirt und Erste Hilfe Set seinen Platz. Alles in Allem ein wunderbarer Rucksack für Trail Läufer und Bergsteiger die flott auf Tagestouren unterwegs sein wollen.

 

Auch die Stöcke sind, anders als gedacht, ohne lang zu fummeln in der mittigen Tasche gut zu verstauen.

Was ich dem Rucksack als einzigen Negativ Punkt ankreiden muss, sind die kleinen Klettpunkte an den Soft-Flask Flaschen Taschen. Wenn diese Taschen mit den Flaschen gefüllt sind, dann reiben die Klettpunkt an den Innenseiten der Arme. So habe ich mir zwei T-Shirts aufgerieben, die jetzt nicht mehr so ansehnlich ausschauen. Da ich aber den Rucksack eh nur mit den Soft-Flask Flaschen verwende, habe ich kurzerhand die Klettpunkte entfernt und somit wäre das Problem für mich gelöst. Was mich aber bisschen stört, dass dieses Problem bei den Firmeneigenen Produkttests nicht aufgefallen ist und schon vorab anderweitig gelöst wurde. Oder habe nur ich dieses Problem?

 

Ich habe meine Eierlegende Wollmilchsau gefunden. Bis auf den kleinen Makel mit den Klettpunkten ein perfekter Begleiter für viele meiner Aktivitäten. Eine wunderbare Passform gekoppelt mit durchdachten Taschen und Aufbewahrungsmöglichkeiten für Stöcke und Ausrüstung geben mir ein gutes Gefühl, wenn ich den Rucksack trage. Leider muss ich wegen den Klettpunkten einen halben Punkt abziehen.

 

 

4,5 von 5 Punkten

Trailrunning in Paradise - mit Blick auf das magische Weißhorn.


Leki Faltstöcke Micro Vario TA

Ausrüstungscheck:

 

Datum:               19.05.2021

Produkt:             Faltstöcke

Hersteller:          Leki

Typ:                     Mirco Vario TA Aluminium

 

Erwerb:               selbst gekauft bei Intersport Strohhammer

 

Getestet am:       24.05.2021

Das sagt der Hersteller:

Dieser vielseitige Allrounder aus hochfestem HTS 6.5 Aluminium ist dein robuster Begleiter bei all deinen Vorhaben am Berg. Dank Speed Lock 2 Verstellsystem und Push Button kannst du sowohl die Längenverstellung als auch den Faltmechanismus schnell und kraftlos bedienen. Der komfortable AERGON Thermo Long Griff mit seiner kantenfreien Außenform und Griffverlängerung ermöglicht dir variable Greifmöglichkeiten und eine große ergonomische Stützfläche. Der Micro Vario TA lässt dich nicht im Stich.

 

Vorgeschichte:

Lange wehrte ich mich gegen die teilbaren Wanderstöcke. Im Winter auf Skitouren habe ich einteilige Aluminium Stöcke. Die sind robust und haben bestimmt schon 8 Winter überlebt, wobei die 3-teiligen Carbon Stöcke diverser Tourenpartner reihenweise zu Bruch gingen. Solche Ereignisse bestätigten mich immer wieder in meiner Meinung. Auch das man im Sommer mit Stöcken einen gewissen Teil seiner Trittsicherheit verliert, weil man eben in schwierigem Gelände die Wanderstöcke benutzt, war ein weiterer Grund.

Da ich aber in der letzten Zeit immer mehr Touren vom Tal auf große Berge mache oder lange Tagestouren mit 2000hm+, wären so Faltstöcke schon eine erhebliche Unterstützung besonders im Aufstieg, aber auch im Abstieg bei müden und schwammigen Beinen.

 

Deshalb mein Entschluss, ich schaue mich mal im Fachgeschäft meines Vertrauens um. Natürlich war dieses „Umschauen“ quasi schon ein Freibrief, dass ich mit neuen Faltstöcke nach Hause fahren werden. 

Die Auswahl:

Vorab informierte ich mich im Internet, was es da in dem für mich unbekannten Gebiet alles gibt. Schnell wurde mir klar, das Komperdell, Leki und ein paar andere Firmen sich den Markt teilen. Bei meiner vorab Recherche gefiel mir aber ein Produkt der Fa. Black Diamond. Mit diesem Wissen schaute ich mich im Laden um. Mit einer kurzen, aber fachkundigen Beratung schwenkte ich dann aber doch zu einen der Marktführer um. Da gab es für mich auch ein passendes Aluminium Produkt.

 

Wichtige Punkte bei der Auswahl waren für mich:

  • Aluminium
  • Kleines Packmaß
  • Mit Griffverlängerung
  • Stocklänge sollte verstellbar sein

 

 

Am besten gefiel mir der Leki Mirco Vario TA Aluminium.

Der erste Eindruck:

 

Der griffige und verlängerte Schaumstoffgriff fällt auf. Er ist weich und ich denke er gibt guten Halt.  Das neue Speedlock 2 System ist einfach zu bedienen. Auch das zusammenklappen im Geschäft war einfach zu bewerkstelligen. Schauen wir ob es die guten ersten Eindrücke halten kann.

In der Praxis und Fazit:

Die Faltstöcke hatte ich das erste Mal bei meiner Hochwintertour auf die westliche Karwendelspitze am 24.05.2021, mitten im Frühling dabei. Bei den winterlichen Verhältnissen habe ich die Stöcke noch zusätzlich mit Schneeteller ausgestattet. Das funktionierte ohne Probleme. Auf den Schneegefüllten Wandersteigen haben mir die Stöcke gute Dienste geleistet. Und auch später beim Aufstieg und Abstieg durch die Schneegefüllte Flanke wäre ich ohne die Stöcke aufgeschmissen gewesen, beziehungsweise hätte eventuell die Tour abbrechen müssen.

Die Stockgriffe sind angenehm zu greifen und auch bei Nässe noch rutschfest. Das Verstellen der Stocklänge und das Zusammenklappen funktioniert reibungslos. Die Stöcke an sich machen einen robusten und sicheren Eindruck. Auch die Handschlaufen lassen sich gut verstellen und bleiben dann in der gewünschten Länge. Würde die Faltstöcke wieder kaufen. Durch die Stöcke kann ich meine Touren besonders im Aufstieg erheblich kraftsparender gestalten.

 

5 von 5 Punkte


Black Diamond Blitz 20

Ausrüstungscheck:

 

Datum:                               08.09.2020

Produkt:                             Rucksack

Hersteller:                          Black Diamond

Typ:                                     Blitz 20

 

Erwerb:                               selbst gekauft bei Bergfreunde.de

Getestet am:                       23.06.2020

 

Auf Hochtouren getestet: 02.08.2021 / 05.08.2021

Das sagt der Hersteller:

Basierend auf jahrelanger Erfahrung in den Bergen entworfen ist der Black Diamond Blitz der ideale Begleiter auf dem Anstieg zum Gipfel. Mit allen Designmerkmalen eines echten Alpinrucksacks wurde der Blitz aus leichtem Dyneema-Gewebe gefertigt und kann einfach in einen größeren Zustiegsrucksack gepackt werden. Die einhändig bedienbare Öffnung an der Oberseite vereinfacht das System und schützt vor eindringender Feuchtigkeit. Das modulare Design ermöglicht weitere Gewichtsersparnis und verfügt über ein herausnehmbares Bivy Pad. Seilriemen, Pick Pockets™ für Eisgeräte und die Vorrichtung für ein Trinksystem runden den Funktionsumfang ab.

 

Vorgeschichte:

Schon lange suchte ich einen leichten Rucksack, den ich entweder als Tourenrucksack von einem Hüttenstützpunkt oder für ausdauernde Tages - Klettertouren benutzen kann. Meinen sonst üblichen Hochtouren Rucksack, den Deuter Guide 35, möchte ich natürlich weiterhin auch benutzen. Aber bei dem oben beschriebenen Tourenbereich fehlte mir bisher ein passender Rucksack. Bei einem bekannten Alpinen Youtuber bekam ich dann den passenden Tipp. Da meine übliche regionale Bezugsquelle den Rucksack nicht im Sortiment hatte, musste ich auf einen Online Shop zurückgreifen.

Die Auswahl:

Wichtige Punkte bei der Auswahl waren:

  • Eispickelhalterung
  • Trinksystem kompatibel
  • Leichte Bauart
  • Seilhalterung
  • 20-25 Liter Volumen

 

 

Meine Auswahl: Black Diamond Blitz 20

Der erste Eindruck:

Der Rucksack ist mit 400 Gramm extrem leicht und minimalistisch ohne besonderen Schnick Schnack gefertigt. Ein wasserdichtes Reisverschlussfach am Rucksackdeckel hält die wichtigen Sachen wir Geldscheine oder Autoschlüssel trocken. Das Rückenpolster ist herausnehmbar und kann als Sitzgelegenheit genutzt werden.

 

Die Schulterträger vermitteln keinen besonderen Komfort. Mit 20 Liter Volumen muss man wirklich wissen was man mitnehmen will. Also genau richtig für meine Zwecke. Ich bin gespannt auf die nächsten Touren.

Meine erste Tour mit dem neuen Rucksack war die Arnspitzen Überschreitung und ich muss sagen, dass mir der Rucksack gut gepasst hat. Zwar sind die Schulterträger schon gewöhnungsbedürftig dünn, aber nicht unangenehm.

 

Auch längere Touren wie zum Beispiel bei Eintages-Hochtouren auf das Walliser Breithorn oder bei Hochtouren auf und von der Gnifetti Hütte hatte ich den Rucksack dabei und kam damit wunderbar zurecht.

 

Die einhändig bedienbare, große Öffnung erleichtert den Eingriff in den Rucksack erheblich. Auch die Seilfixierung funktioniert einwandfrei. Pickelhalterung passt gut. Der Blitz 20 ist der Rucksack für Menschen die immer Zuviel dabei haben! Ich bin sehr zufrieden damit. Würde den Rucksack wieder kaufen.

 

 

5 von 5 Punkte