· 

Skitour Geigelstein Westanstieg

Skitour Geigelstein West

Teilnehmer: Markus, Brigitte

Datum: 30.12.2012

Gipfel:

Geigelstein 1808m

Schwierigkeiten:  ST I – 1100Hm

Lawine: 1, oberhalb der Waldgrenze 2

Wetter: mildes und trübes Wetter, windig

Bedingungen: Oben auf dem Sattel eisig abgeblasen; Im zentralen Hangbereich nicht tragender Harschdeckel. Weiter unten und unterhalb der Hütte Pulverschnee

Strecke: Parkplatz Sachrang - Gipfel Geigelstein 3Std. - Abfahrt zur Priener Hütte - Abfahrt über flache und mittelsteile Hänge und der Forststraße Richtung Ausgangspunkt

 

Meine erste alpine Skitour sollte mich auf den Geigelstein führen. Anfang des Winters habe ich an den heimatlichen Bayerwaldbergen das Tourengehen mit Hilfe und Einweisung von Peppi gestartet. Kurz vor dem Jahresende hatte mich Markus gefragt, ob ich Ihm am Parkplatz Sachrang treffen wolle.

Ich sagte zu. Zum einen, weil ich das Tourengehen in den Alpen eh mal ausprobieren wollte und zum anderen, weil ich am folgenden Tag, an Silvester mit einem anderen Markus zum Jahreswechsel auf die Jubiläumsgrat Biwakschachtel steigen wollte. Dort wollten wir die Nacht ins Neue Jahr mit Blick aufs Alpenvorland genießen und eventuell am Neujahrstag bei passenden Verhältnissen den Weg zur Zugspitze weitergehen.

Ich fuhr also nach Sachrang und parkte meinen Micra am Parkplatz, schon kurze Zeit später, ich war gerade dabei meine Felle auf die Ski zu kleben, fuhren Markus und Brigitte in den Parkplatz und stellten Ihr Fahrzeug neben dem meinen ab. Nachdem wir alle drei abmarschbereit waren stiegen wir in unsere Bindungen und überqueren eine Langlaufloipe. Auf dem gewalzten Hüttenweg steigen wir Richtung Priener Hütte auf. Am Fuße eines freien Hanges queren wir schräg aufwärts in Richtung Talalm und weiter nach rechts oben zum Waldrand. Dort treffen wir wieder auf die Straße, die wir nach rechts folgen und bei einem Wegweiser nach links abzweigen. Wir steigen weiter aufwärts bis wir über eine geneigte Mulde den Sattel links unterm Gipfel erreichen. Hier machen wir wegen der schlechten Schneeverhältnisse unser Skidepot. Zu Fuss gehen wir die Flanke durch eine Latschengasse zum höchsten Punkt mit Kreuz und kleiner Kapelle.

Wir halten uns nicht lange am Gipfel denn der eisige Wind drängt uns zum Abstieg. Am Skidepot angekommen bauen wir unsere Ski um und fahren bei miserablen Schneeverhältnissen und perfekten Bruchharsch meist querend hinunter zur Priener Hütte. Endlich bei der Hütte angekommen, wollen wir uns stärken. Nach einer Knödelsuppe und einem Käsekuchenstück machen wir uns auf die letzten Meter Abfahrt hinter uns zu bringen. Schon bei der Abfahrt merkte ich das etwas nicht stimmte. Ich musste kurz vor dem Parkplatz in die Büsche. Auch in der Zeit am Parkplatz danach hatte ich richtig Schwierigkeiten mit Bauchweh und dem Verdauungstrack im Allgemeinen. Ich überlegte den ganzen restlichen Tag was ich tun soll. Ich vermutete eine Magenverstimmung, leichte Lebensmittelvergiftung oder so. Auf alle Fälle musste ich Markus für unsere Jubiläums Biwaksache absagen. Schweren Herzens rief ich Markus an und berichtete ihm von meinem momentanen Befinden. So macht das keinen Sinn, denn ich wollte die Bergrettung nicht an Silvester beschäftigen müssen.

 

Fazit: Naja, was soll ich sagen. Vielleicht hätte ich mir für meine erste Skitour in den Alpen eine schönere, mit besseren Verhältnisse aussuchen sollen. Aber egal. Trotz der bescheidenen Verhältnissen war das schon ok so. 

Das ich dann wegen der Knödelsuppe oder dem Kuchen ziemliche Verdauungsprobleme bekam, bei denen ich dann anschließend vier Tage im Bett lag und auf die winterliche Jubiläumsgrat Biwaknacht verzichten musste, war weitaus schlimmer.

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0