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Skihochtour Hoher Riffler 3231m

Hoher Riffler – 3231m

Teilnehmer: Andi, Robert, Hans, Claudia, Michael

Skihochtour vom Hintertuxer Skigebiet

Schwierigkeit: ST I-II

Lawinenlage: 2

 

Eigentlich meide ich solche Skitouren, wo man die Infrastruktur eines Skigebiets benützt aber in diesem Fall, war es eine der Besten Entscheidungen in diesem von Corona verkürzten Winter. Wir fuhren wieder mal dankenswerterweise mit dem Bus von Intersport Strohhammer in die Berge. Diesmal ins Zillertal, besser gesagt nach Hintertux. Am Parkplatz holten wir uns erst einmal das Ticket für die Tuxer Gletscherbahn. Über die Sektionen I und II erreichen wir in wenigen Minuten das Tuxer Fernerhaus. Bei der Auffahrt können wir unser Ziel und den Tourenverlauf weitestgehend einsehen. Tolles Wetter heute. Kalt und sonnig. Vor zwei Tagen hatte es im Zillertal 20-30cm geschneit. Ideale Voraussetzungen für eine Powdertour.

Der Tourenführer sagt folgendes: „Durch die Zuhilfenahme der Zillertaler Gletscherbahn ist der Hohe Riffler eine der lohnendsten und schönsten Schitouren im Tuxertal. Der wahrscheinlich beste Aussichtsgipfel der Tuxer Alpen gilt als leichte Hochgebirgstour und ist, obwohl über 2 Gletscher begangen, fast immer ohne Gletscherausrüstung zu erreichen.“ Hörte sich doch gut an…

Direkt an der Talstation der Sektion III des Gletscherbusses queren wir zunächst flach in östlicher Richtung, ehe wir einen kurzen, steileren Hang in die riesige Mulde unterhalb der "gefrorenen Wand" abfahren.

Über schönes, kupiertes Gelände führt der Weg zunächst leicht aufwärts, ehe er immer nach links über die "obere Schwarze Platte" bis hin zum Schwarzbrunner-Kees führt. Direkt unterhalb vom Gipfelaufbau des Hohen Rifflers queren wir am unteren Ende den flachen Gletscher und steigen über eine kurze Steilstufe (Harscheisen) zum Federbettkees auf. In einem großen Rechtsbogen geht es in angenehmer Steigung zum Gipfel, den man ohne Probleme mit Ski erreicht.

Nachdem alle aus unserem Team am Gipfel waren, wurde kurz ein Gruppenfoto geschossen. Anschließend machten wir uns fertig für die Abfahrt. Wegen dem wenigen Schnee cancelten wir die Besteigung der Realspitze. Somit blieben uns nur zwei Alternativen für die Abfahrt. Entweder über den Aufstiegsweg oder über die Obere Riffelscharte zum Bodenkar und zum Parkplatz des Skigebiets. Wir entschieden uns für die zweite Option.

Von Gipfel führen wir auf schön geneigten Hängen Richtung Obere Riffelscharte. Dort querten wir dann ziemlich materialquälend (wenig Schnee) nach rechts zu Punkt 2683m. Anschließend drehten wir nach links ins Bodenkar ein. Mega Powderrunde! Auf optimal geneigten Hängen fuhren wir Richtung Lahnstreifböden und zum Kläusl zurück zum Parkplatz des Skigebiets. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht fuhren wir ins heimische Niederbayern. Leider wurde diese Tour die letzte für den Winter 2020.

 

FAZIT: Eine äußerst lohnende Runde, die man am besten nach Neuschneefällen mit entsprechender Lawinenlage unternimmt. Dann ist jeder Hang ein Genuss! Besonders das Bodenkar sucht seines Gleichen.

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