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Skitouren Riffelseehütte

Skitouren um die Riffelseehütte

Teilnehmer: Robert, Michael, Angelika, Georg, Claudia

Datum: 29.03.2014 und 30.03.2014

Gipfel:

Wurmtaler Kopf 3225m

Tiroler K2 3253m

Schwierigkeiten: 40° ST I - II

Lawinenlage: 1, über 2800m 2

Wetter: Sehr sonnig, ohne Wolken bei angenehmen Frühjahrtemperaturen.

Schneeverhältnisse: Firn, aber leider sehr zerfahren. weiter unten sulzig aber noch gut zu fahren.

Strecke: Mandarfen 1682m – Riffelseebahn - Riffelseehütte 2289m - Riffelsee südliches Ufer - Riffelferner - Wurmtaler Kopf 3225m - Riffelferner - Riffelsee südliches Ufer - Riffelseehütte 2289m Übernachtung - Riffelseehütte 2289m - Riffelsee südliches Ufer - Mittlerer Löcherferner - Tiroler K2 - Mittlerer Löcherferner - Riffelsee südliches Ufer - Riffelseehütte 2289m - Abfahrt nach Mandarfen

 

Ich konnte wieder einmal mit den Naturfreunden aus Landau zum Tourengehen mitfahren. Das Wetter versprach ein herrliches Wochenende. Da aber der letzte Neuschnee schon etwas her ist, befürchteten wir, dass wir bei der mitten im Skigebiet gelegenen Rifffelseeehütte keinen Zentimeter mehr an unverspurten Schnee vorfinden werden.

Wir fuhren ins Pitztal, genauer gesagt nach Mandarfen. Dort nahmen wir auf Grund der schon fortgeschrittenen Stunde die Riffelseebahn. Von der Bergstation ließen wir die Ski Richtung Riffelseehütte abgleiten. Dort entledigten wir uns der für die Übernachtung gebrauchten Dinge und fuhren die paar Meter zum Riffelsee, dem größten See des Ötztals ab. Am linken Seeufer angekommen, fellten wir auf und stiegen sehr flach in das Riffltal an. Über eine Steilstufe erreichen wir die Höhe 2400m. Hier nun geradeaus flach weiter. Erst kurz vor einem tiefen Einschnitt des Rifflbaches wenden wir uns nach links und erreichen wieder eine Steilstufe.

Wir halten uns in Talmitte und sehen mittlerweile schon die Nordostflanke des Wurmtaler Kopfes vor uns. Zum Beginn des Rifflferners auf etwa 2810m wir es kurz steiler. Wir halten uns erst Richtung Wurmtaler Joch, später dann in einem weiter linksbogen auf eine Einsattelung zwischen Vor und Hauptgipfel zu. In der Einsattelung machen wir Skidepot und steigen zu Fuß ohne Steigeisen über eine unschwierigen Gratrücken zum Gipfel auf. Am Gipfel haben wir eine gewaltige Aussicht auf die hohen Ötztaler Gletscherriesen. Nach einer kurzen Brotzeit machen wir uns auf die Suche nach dem letzten unverspurten Schnee. Bei der Abfahrt halten wir uns mehr oder weniger an unseren Aufstiegsspur. Kurz vor der Hütte, am Riffelsee mussten wir noch einmal auffellen, um die letzten Höhenmeter zur Hütte und zum Weißbier zu erklimmen.

Als die Tagesgäste der Hütte im Tal verschwunden waren, kehrte ein wenig Ruhe auf der Hütte ein. Kurze Zeit später wurde bereits das Abend essen serviert. Den anschließenden Hüttenabend genossen wir alle in der gemütlichen Stube. Für den morgigen Tag war wieder ein tolles Wetter vorausgesagt, somit fiel die Wahl des Ziels auf den Tiroler K2. Eigentlich nur eine unbedeutende Graterherbung aber der Name allein ließ uns das eigentliche Hauptziel der Riffelseehütte, den Rostizkogel vergessen.

„Der K2 ist einer der meist besuchten Gipfel im Tourengebiet von der Rifflseehütte aber nicht umsonst, denn allein schon der Anstieg über wunderschönstes Skigelände und über den gewellten, für das Auge spaltenlosen Löcherferner, mit der weißen Gipfelpyramide vor den Augen, ist ein landschaftliches Highlight. Traumhänge mit etwa 1600 Höhenmeter Abfahrt bis ins Tal warten auf den Skitourengeher.“ So zumindest versprüht der Tourenführer Vorfreude.

Unsere Erwartungen sind dadurch schon sehr hoch. Wir fuhren wieder die paar Höhenmeter zum Riffelsee hinab und schlugen die gleiche Richtung wie schon gestern bereits ein. Immer der guten Spur ins Riffeltal folgend, schlagen wir den Weg grob Richtung Seekogel ein. Auf einer Höhe von etwa 2880m verlassen wir die Aufstiegsroute zum Rostizkogel und steigen zu Beginn etwas steiler nach links zum Mittleren Löcherferner auf.
Nun etwa in der Mitte des breiten Gletscherbeckens, Richtung der weißen Pyramide des " K 2 " zu. Wir erreichen das nördlich vom Gipfel gelegene Joch und steigen über den felsigen Südgrat zu Fuß zum Gipfel. Hier steht ein kleines Gedenkkreuz des Österreichischen Bundesheer. Durch das schöne Wetter haben wir wieder eine wunderbare Aussicht. Einige der Gruppe fanden die aber plötzlich nicht mehr so interessant, denn auf einmal wurde es ungemütlich, Sie wollten los. Die bereits schon im Aufstieg gesehenen, bestens geneigten Hänge hinunterrauschen. Also bauten wir unsere Ski um und fuhren ab. Über beste Skihänge, leider etwas zu verspurt, ließen wir es krachen. Es machte richtig Spaß. Erst kurz vor der Hütte, machten wir Pause. Von dort war die Talfahrt auf der Piste geplant. Trotz des schönen Wetters war die Piste wenig befahren. Kurze Zeit später fanden wir uns alle an der Talstation ein.

 

Fazit: Nach einem fast perfekten Tourenwochenende geht es mit gutem Gefühl nach Hause und in eine weitere Arbeitswoche. Tolles Wetter, gute Bedingungen und ein schöner Hüttenabend auf der Riffelseehütte ließen uns Kraft für die kommende Arbeitswoche tanken.  

 

 

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