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Skitour Tonigenkogel

Skitour Tonigenkogel

Teilnehmer: Robert, Helmut

Datum: 15.02.2014

Gipfel:

Tonigenkogel 3011m

Schwierigkeiten:  ST III – 1450Hm

Lawine: 3

Wetter: Sonniger Tag bei -1 Grad im Tal

Bedingungen: gute Schneebedingungen, je weiter oben desto pulvriger wurde der Schnee

Strecke: Grieß im Sulztal 1569m - Vordere Sulztalalm 1915m – Sulzkar - Nordostflanke – Südgrat - Tonigenkogel 3011m – Südgrat – Nordostflanke - Vordere Sulztalalm 1915m - Grieß im Sulztal 1569m

 

Bevor mit Robert von dem Tonigenkogel erzählte, habe ich von diesem versteckten Berg noch nie gehört. Als ich dann im Internet nach Tourenberichte suchte, fand ich genau zwei. Was aber beide Berichte sagten, dass die Tour bei entsprechenden Verhältnissen eine Traumtour sei. Steile und optimal geneigte Flanken, dazu noch die Einsamkeit, die man heutzutage in den Berge suchen muss.

Von dem wollten wir, Robert, Helmut und ich, uns selber überzeugen und fuhren nach Grieß im Sulztal. Wir parkten beim Parkplatz der Amberger Hütte und stiegen den flachen, im Winter als Rodelbahn benutzen Fahrweg zur Amberger Hütte auf. Kurz vor der Sulztalalm 1915m. Vor einer Brücke, bei einer kleinen Kapelle wenden wir uns nach rechts zu einer Jagdhütte. An der gehen wir vorbei. Mittlerweile hat uns die Sonne erwischt. Das freut mich sehr, denn mich fröstelte es schon ziemlich. An der Jagdhütte steigen wir vorbei uns erreichen einen, mit kleinen Büschen bewachsenen Graben. In steilen Spitzkehren steigen wir über die erste bewaldete Steilstufe ins flache Sulzkar. Der viele Pulverschnee machte uns das Vorwärtskommen nicht einfach, feuerte aber die Vorfreude auf eine großartige Abfahrt an.

Im Kar gleiten wir flach hinein bis wir einen sperrenden Felsriegel rechts umgehen müssen. Auf etwa 2350m wenden wir uns nach links und steigen über einen steilen und langen Nordhang aufwärts. Oben angekommen, stehen wir auf einem kleinen Plateau. Von hier sehen wir schon die nächste Steilstufe und den Gipfelhang des Tonigenkogels. Über kupiertes Gelände steigen wir zum Gipfelhang auf. Vom Fuß des Hangs in steilen Spitzkehren in einer steilen Rinne auf einen unscheinbaren, kleinen Sattel rechts vom Gipfel. Hier deponieren wir unsere Ski und steigen die letzten, durch den vielen Neuschnee unangenehmen Grat hinauf zum höchsten Punkt.

Wir haben heute einen wunderbaren Tag erwischt. Tolles Wetter und eine gewaltige Fernsicht animieren uns zum Bleiben. Aber der Pulverschnee schreit lauter! Kurzerhand steigen wir den Grat wieder zurück zu unseren Ski und fuhren los.

Mehr oder weniger an der Aufstiegsspur haltend, machen wir bei bestem Pulver unter der Gipfelflanke die erste kurze Rast. Breites Grinsen kann man in unseren Gesichtern sehen! Die Pause nutzen wir nur kurz, um uns über die weitere Abfahrt zu unterhalten. Schon ging es weiter Richtung nächster Steilstufe in der der Schnee gefühlt noch besser war als zuvor. Den Steilhang ins Sulzkar genossen wir nochmal so richtig, ehe wir kurz vor Schluss nicht das Waldstück abfahren, sondern uns rechts davon ein breite Rinne vornehmen. Über diese Rinne erreichen wir den Talboden und steuern direkt auf die Sulztalalm zu. Hier zieht uns schon das Weißbier an. Kurze Zeit später sitzen wir auf eine Bank vor der Hütte uns lassen uns die Sonne auf den Bauch scheinen.

 

Fazit: Eine einsame Tour in einer grandiosen Umgebung. Wir trafen auf der ganzen Tour nur zwei andere Tourengeher. Bei guten Schneeverhältnissen und dementsprechenden Können eine bemerkenswerte Skitour die die Skitouren von der nahgelegenen Amberger Hütte locker schlagen.

 

 

 

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