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Schrankogel 3496m und Sulzkogel 2795m von der Amberger Hütte

Schrankogel 3496m – Sulzkogel 2795m von der Amberger Hütte

Datum: 11.08.2012 und 12.08.2012

Teilnehmer: Sepp und 5 Teilnehmer seiner DAV Tour

Gipfel:

Schrankogel 3496m

Sulzkogel 2795m

Schwierigkeiten: I+

Wetter: erst noch Abzug einer Front, dann stabiles Wetter

Strecke: Gries im Sulztal 1493m - Amberger Hütte 2135m - Schwarzenbergsee - Ostgrat - Schrankogel 3496m - Westgrat - Hoaches Egga 2820m - Amberger Hütte 2135m – Übernachtung - Sulzkogel 2795m - Amberger Hütte 2135m - Gries im Sulztal 1493m

 

Der Sepp vom Straubinger Alpenverein hat eine Tour zum Schrankogel ausgeschrieben, bei der ich dabei sein wollte. Er wollte von der Amberger Hütte auf den Schrankkogel steigen. Der Schrankogel als einer der höchsten Stubaier ist ja ein attraktives Ziel und so fuhren wir, früh am Morgen, bei schlechtem Wetter nach Grieß im Sulztal. Am Wanderparkplatz der Hütte parkten wir und machten uns bei leichtem Nieselregen auf dem Weg zur Amberger Hütte. Zuerst ging es auf der Straße, die kurze Zeit später in einen Forstweg mündete, kaum bergan. Kurze Zeit später zog der Weg an und wir kamen bald darauf an der Vorderen Sulztalalm vorbei, ehe wir, kurze Zeit später, nach etwa 1,5 Stunden die Amberger Hütte erreichten.

Nachdem wir auf der Hütte kurz unsere, nicht für die Tour benötigten Sachen hinterlegten, stiegen wir kurz nach der Hütte, etwas unterhalb über den Gletscherbach. Auf markiertem Weg gehen wir anschließend lange ansteigend durch die West- und Südhänge des Schrankogels. Den Weg folgen wir, bis wir den Moränenrücken des Schwarzenbergferners erreichen. Auf diesem Rücken steigen wir bis zum Punkt 2624m, denn dort zweigt der Normalweg auf den Schrankogel über den Süd-Westgrat ab. Da der Plan von Sepp die Überschreitung Ostgrat-Normalweg vorgab, blieben wir auf dem Moränenrücken, auf einem guten Pfad, der schier endlos zuerst leicht, dann immer steiler ansteigend, unterhalb des Ostgrat führte. In einer Geröllhalde, auf etwa 3000m steigen wir den leicht erkennbaren Steig zum Einstieg des Ostgrates auf. Über Blockwerk und Schotter steigen wir den breiten Grat steil aufwärts. Der bereits Schneefreie Grat macht die Wegfindung auf dem Grat einfach. Weiter oben erwarten uns dann doch die ersten Schneefelder, die durch eine gute Spur gequert werden können. Ab etwa 3400m wird der Grat flacher und wartet in Gipfelsichtweite mit der "Schlüsselstelle" einer kurzen, ausgesetzten IIer (UIAA) Stelle. Keine 50m weiter sehen wir den Gipfel mit dem großen Holzkreuz. Große Freude herrschte in der Gruppe nach den gut 2000 Höhenmeter Aufstieg. Zahlreiche Bilder wurden gemacht und die Verpflegung kam auch nicht zu kurz.

Kurze Zeit später stiegen wir Richtung West Grat ab. Gleich kurz nach dem Gipfel warten die schwierigsten Stellen des Westgrates. Auf etwa 20 Meter muss man einen waagrechten, ziemlich ausgesetzten Blockgrat rüber balancieren. Anschließend geht es wesentlich leichter, meist links des Grates ca. 200Hm tiefer. Dann können wir schon den Wandersteig vom Normalweg sehen, den wir in unzähligen Kehren einen steilen Block- und Geröllhang hinuntersteigen. Der Weg führt zum Grün des Hoaches Egga auf 2820m. Von dort folgen wir den Steinmännern nach Süden zur Moräne des Aufstiegswegs. Auf bekanntem Terrain wandern wir zurück zur Hütte, wo uns das Abendessen bereits erwartet. Mit einem tollen Gipfelerfolg im Rücken konnte der Hüttenabend nur schön werden. Viele Erzählungen und Geschichten wechselten die Tischseite und die Berge wurden, je später der Abend wurde immer höher.

Am nächsten Morgen, gleich nach dem Frühstück wollte Sepp noch den Hüttenberg, den Sulzkogel besteigen, ehe er den Weg zurück zum Parkplatz einschlagen wollte. Also stiegen wir mit leichtem Gepäck einen kleinen Grasbuckel, gleich hinter der Hütte an. Von diesem leiten uns Wegspuren über Blockwerk auf den Südgrat. Durch felsdurchsetztes, erdiges und steiles Gelände immer den Trittspuren folgend, erreichen wir kurze Zeit später den Gipfel. Eine tolle Aussicht haben wir von hier oben. Nach kurzer Zeit steigen wir auf gleichen Weg zurück zur Hütte. Dort sammelten wir unsere Ausrüstung und stiegen auf dem Hüttenweg zurück zum Parkplatz nach Grieß.

 

 

Fazit: Perfekt organisiertes Wochenende vom Sepp. Hier zeigte sich seine Jahrzehnte lange Erfahrung in den Bergen. Der Schrankogel ist ein relativ einfach zu ersteigender Gipfel mit einer gewaltigen Aussicht. Unbedingt bei klarer Sicht besteigen. Die Gruppe war recht homogen, so konnte jeder annähernd sein Tempo gehen. Gerne wieder.

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