Erfolg und Scheitern oder Glück und Unglück liegt sehr nahe beisammen und die Richtung, in welche sich eine Tour entwickelt, machen oft nur Kleinigkeiten aus. Ein kaputter Ausrüstungsgegenstand, eine fehlende Socke, ein Fehltritt oder eine falsch interpretierte Wettervorhersage können eine Tour zum Desaster werden oder gar nicht erst starten lassen.
Wenn ich so über das vergangene Tourenjahr blicke, sind mir zwei Ereignisse ganz tief in Erinnerung geblieben. Zum einen die eigene Dummheit mit den
Wie lange ich mir diese einmalige Tour schon anschaue, weiß ich gar nicht mehr genau. Vermutlich war es irgendwann in den frühen 2000er Jahren, vor dem Klettersteig-Boom, als ich auf einem Flohmarkt die erste Ausgabe des Rother Klettersteigführers in die Hände bekam. Damals waren in diesem Büchlein, noch keine Klettersteige wie man sie heute kennt drin, sondern eher Bergtouren mit Seilversicherungen. Eine dieser Auswahltouren, schwarz markiert, war der Gleiwitzer Höhenweg auf den Hohen Tenn. Gut
Es ist schon komisch, meistens ist der höchste Berg einer Gebirgsgruppe auch der bekannteste und der am meisten bestiegene. In der Silvretta Gruppe ist es anders. Alle rennen auf den Piz Buin, der als Sonnencreme-Werbevorlage herhalten hat müssen und hier ein Stück seiner Berühmtheit erhalten hat.
Mir ging es ähnlich, ich hatte zahlreiche Bergsteiger-Grundkurse auf der Wiesbadener Hütte abgehalten und hab mich deshalb auch im nördlichen, gletscherreichen Gebiet der Silvretta Gruppe aufgehalten.
Können wir uns wagen in den Mainzer Höhenweg einzusteigen? Große Passagen bestimmt mit bis zu einen halben Meter mit Neuschnee gefüllt. Nasser Fels und mit einer Gewitter im Rücken…das waren so Fragen, die uns am Abend nach unserer Hohen Geige Tour beschäftigten. Die Warnungen bezüglich des Mainzer Höhenwegs aus dem Internet kannten wir. Nach einer kurzen Rücksprache mit dem Hüttenpersonal wollten wir es versuchen.
Pünktlich um 5Uhr standen wir an der Eingangstür zum Frühstücksraum der Rüssels
Obwohl ich schon ein paar Mal auf dem Hohen Dachstein gestanden bin, lies mich dieser in meinen Augen besonderer Westgrat-Anstieg auf diesen oft besuchten Gipfel nicht los. In jedem Jahr kurz bevor ich die fürs nächste Jahr geplanten Touren beim Alpenverein abgegeben hatte, überlegte ich, ob ich den Gipfelanstieg über den Westgrat anbieten sollte. Aber jedes Mal kam etwas „besser passendes“ dazwischen. Heuer war es dann endlich so weit. Nach einer etwas turbulenten letzten Anmeldewoche fuhren wi
Wenn ich über das vergangene Tourenjahr blicke, mache ich das zum einen mit einem lachenden Auge, weil ich viele Touren erleben durfte, die ich schon gefühlt ewig auf meiner Liste hatte und endlich einen Haken dahin setzen konnte.
Aber all diese Touren, all diese Erlebnisse sind nichts wert, wenn ein Tourenpartner und Freund sein Leben in den Bergen verliert. Ohne wirklich einen Fehler gemacht zu haben, fand Albert in seinen geliebten Bergen den Tod. So ein Eisschlag ist einfach Kacke, einfa
Wie lange schaute ich schon auf die Gipfel um die Lenkjöchlhütte. Irgendwann am Ende der 2000er Jahre, als die erste Auflage der Rother Hochtourenbibel „Hochtouren Ostalpen“ erschien, sah ich das erste Mal diese Touren auf Dreiherrenspitze beziehungsweise Rötspitze. In diesem Büchlein fassten die Autoren Edwin Schmitt und Wolfgang Pusch einige der prominentesten Hochtourengipfel der Ostalpen zusammen. Für mich damals als Hochtouren-Einsteiger ein Buch zum Träumen und Planen.
Jetzt endlich konnt
Nach einem feuchtfröhlichen Hüttenabend starteten wir morgens als erste von der Hütte. Wir kannten ja den Aufstieg in das Gasillkar und zur Fernerwand schon vom gestrigen Aufstieg zur Parseierspitze so ging das heute ohne Probleme.
An der Fernerwand angekommen setzten wir wieder unseren Helm auf, zogen unseren Gurt an und stiegen in den ersten Abschnitt unserer Überschreitung zur Ansbacher Hütte ein. Am oberen Ende der Fernerwand angekommen orientierten wir uns Richtung Westen und peilten die
Wie die Jahre zuvor auch schon, versuche ich besondere Touren mit einem gewissen konditionellen und technischen Anspruch und abseits der vielbesuchten, Mainstream-Berge zu finden und dorthin mein Tourenangebot für die Sektion Straubing anzubieten. Auch heuer konnte ich mit der in den Lechtaler Alpen gelegene Parseierspitze und dem Augsburger Höhenweg ein solches Ziel finden. Die Parseierspitze als höchster Berg und einziger 3000er der nördlichen Kalkalpen muss man ja quasi in der Tourenliste hab
Nach unserem gestrigen erfolgreichen Tag auf der Dreiländerspitze hatte ich mir für heute das Silvrettahorn ausgesucht. Von der Schwierigkeit her ähnlich aufgebaut wie die Dreiländerspitze, unten Gletscher, die Mitte brüchig und oben guter und fester Fels im zweiten Schwierigkeitsgrad. Ich freute mich auf diese Tour, weil wir oben zusätzlich noch die Möglichkeit hatten, das Silvrettahorn zu überschreiten und weiter zur Schneeglocke zu gehen. Um kurz nach halb 7 starteten wir von unserem Stützpun