· 

Hochfeiler 3510m

Hochtour auf den Hochfeiler 3510m

Teilnehmer: 7 aus der Straubinger Alpenvereinssektion

Gipfel:

Hochfeiler 3510m

Schwierigkeiten: UIAA I im Blockwerk und je nach Verhältnissen Firn oder Eisschneide kurz vorm Gipfel

Wetter: Tolle Hochdrucklage ohne Wolken, Wenig Wind auf dem Gipfel, im Tal bestimmt 30 Grad

Ausrüstung: Hochtourenausrüstung

 

Meine Führungstour für den Alpenverein Straubing führte mich dieses Jahr ins Zillertal. Am Samstag 29.08.2015 traf ich 7 Straubinger Bergsteiger von Straubinger Alpenverein um den höchsten Zillertaler, den Hochfeiler mit seinen 3510m zu besteigen.

Man traf sich 09:30Uhr, formte Fahrgemeinschaften und dann ging es auch schon los. Man freute sich auf ein tolles Bergwochenende, denn die Wetteraussichten versprachen sehr gute Bedingungen. Leider waren die Verkehrsaussichten weniger gut und so stand man mehrmals im Stau. Aber nach ca. 6,5 Stunden erreichte man den in der 3.Kehre der Pfitscherjochstraße gelegenen Hüttenparkplatz der Hochfeilerhütte. Von dort machten sich die Straubinger auf dem Weg Richtung der auf 2710m hoch gelegenen Hütte. Es mussten 1000hm überwunden werden, die aber wegen dem abwechslungsreichen Steig recht schnell überwunden waren. Auf der Hütte angekommen, wurde erst das Zimmerlager bezogen, anschließend ging es dann gleich zum Abendessen wo sich die Bergsteiger alacarte verköstigen lassen konnten. Von Spinatknödel über Spaghetti und Röstkartoffel mit Speck und Ei war alles dabei. Auch das nötige Stärkungsbier war gleich bestellt.  Nach dem Abendessen wurde über die Hochfeiler-Besteigung diskutiert. Es bot sich die Möglichkeit noch vor dem Frühstück aufzubrechen, das Frühstück erst nach der Rückkehr vom Gipfel einzunehmen. Dadurch entging man den Massen an Bergsteigern und konnte die kühlere Morgenluft bzw. den Sonnenaufgang  genießen. Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen und somit traf man sich um 5:30Uhr vor der Hütte.

 

Hochfeiler Hütte

Am nächsten Morgen, pünktlich um halb 6 starteten die Bergsteiger mit Stirnlampen bewaffnet, ins Dunkel der Nacht. Schon nach wenigen hundert Meter mussten die ersten versicherten Kletterstellen überwunden werden. Als man sich dann auf dem Grat befand, folgte man den Trittspuren und Steinmännern über Plattenschutt und Blockwerk aufwärts zu einer Steilflanke. Der sich ankündigende Tag wurde von den Acht genossen. Oft wurde angehalten um die Lichtershow zu genießen. Mann stieg  diese Flanke hoch auf den nächsten Gratrücken. Von hier konnte man schon den Gipfel einsehen und auch schon den weiteren Wegverlauf. Dieser führte die Straubinger durch eine Flanke hinauf zum Grat der sich unmittelbar von Gipfel herunterzieht. Ihm folgte man meist auf der linken Seite in leichter Kletterei. 

 

unschwieriger Gipfelgrat

Von der Firnschneide die im Juni/Juli noch mit Steigeisen zu begehen ist, war nichts mehr übrig. Somit konnte man sich im einfachen Fels / Blockwerk nach oben, zum höchsten Punkt  kämpfen. Kurze Zeit später konnte man sich schon am Gipfel gratulieren. Große Teile der Zillertaler Gipfelprominez waren zum Greifen nahe. Nach einer ausgiebigen Gipfelrast, ging es auch schon wieder an den Abstieg. Man wollte den steilen Gipfelbereich und den spitzen Grat vor den folgenden Gruppen verlassen haben. Vorsichtig, aber flotten Schrittes sah man nun Horden von Bergsteigern heraufkommen, die das gleiche Ziel hatten. Jetzt konnte man die Vorteile des frühen Aufbruchs sehen. Der Rückweg zur Hütte wurde schnell gemeistert, sodass man auf der Sonnenterasse ein verspätetes Frühstück genießen konnte. Nach dem Frühstück wurden noch die auf der Hütte zurückgelassenen Ausrüstungsgegenstände verpackt und dann der Abstieg ins Tal angetreten. Am Parkplatz angekommen, verabschiedete man sich uns fuhr zurück nach Straubing.

 

 

Fazit: Die lange Anreise wird mit einer tollen Tour entlohnt. Die Hütte ist gut geführt und das Essen ist toll. Leider sind die Folgen des Klimawandels bei der Tour auf den Hochfeiler besonders gut zu sehen. Der Aufstieg gliedert sich in zwei annähernd gleichen Teilen 1000hm und 800hm. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0