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Tajakante Klettersteig

TajaKante Klettersteig auf den Vorderen Tajakopf

Datum: 12.09.2015

Teilnehmer: Gabi, Caro, Thomas       

Gipfel:

Vorderer Tajakopf 2450m

Schwierigkeiten: UIAA I, D-E, 1400 Klettermeter

Wetter: stabiles sonnig, starker Wind auf dem Grat

Strecke: Talstation Ehrwalder Almbahn (1115m) – Hoher Gang - Seebensee - Einstieg Tajaklettersteig (1850m) - Vorderer Tajakopf (2450m) - Coburger Hütte (1920m) – Seeebensee  - Hoher Gang - Talstation (1115m)

 

Der Tajakante-Klettersteig gehört zu den landschaftlich schönsten Klettersteigen Österreichs. Ich hörte immer wieder von bekannten Bergsteigern, dass der Tajakante-Klettersteig ein Hammer wäre. Für meine Sektions-Führungstour 2015 hatte ich mir diesen schwierigen Klettersteig ausgesucht. Die sehr gut angelegte Route, die fast immer der Kante folgt, ist ein gelungener Mix aus Action-Passagen und Flachstücken um die Aussicht zu genießen. Auch der teilweise versicherte Abstieg, vorbei am Drachensee und der Coburger Hütte ist landschaftlich eindrucksvoll. Zu viert fuhren wir vom heimischen Niederbayern nach Ehrwald. Am Parkplatz der Ehrwalder Alm Gondelbahn angekommen, schulterten wir den Rucksack und gehen wir einen Wanderweg Richtung Seeebensee. Den Markierungen folgend, steigen wir den teilweise versicherten (A/B) und steilen „Hohen Gang“ hinauf. Dieser Steig führt direkt zum Seebensee an dessen linker Seite man zur Materialseilbahn der Coburger Hütte gelangt. Gleich danach folgen wir einer markierten Abzweigung nach links, die uns anfangs in ein Bachbett leitet. Über Schrofen erreichen wir den markierten Steig zum Einstieg.

Nach dem obligatorischen Partnercheck steigen wir in den Klettersteig ein. Die Route folgt dem unteren Grat und hat einige steile Passagen und luftige Stellen. In Gratmitte des ersten Teils ist eine leicht überhängende Passage zu bewältigen. Danach kommt noch eine sehr luftige Stelle auf der rechten Gratseite. Am Ende des ersten Teils erreichen wir eine flache Stelle, die wir zu einer kleinen Pause nutzen. Nach dem folgenden Gehstück, bei dem wir den deutlichen Steigspuren zu einem gewaltigen Aufschwung folgen, können wir noch einmal Kraft sammeln.

Hier beginnt der zweite Teil des Klettersteigs. Erst müssen wir queren um zum darauffolgenden Steilstück zu kommen. Anschließend folgen wieder leichtere Passagen, die mit kurzen Aufschwüngen wechseln. Immer am Grat bleibend folgen wir den Drahtseil zum höchsten Punkt mit dem Kreuz. Hier machen wir erstmal eine Pause. Wir genießen die Aussicht zum Seebensee und zum Zugspitzstock. Diese Wahnsinns Aussicht war diese Schinderei auf alle Fälle wert.

Vom Gipfel folgend wir den Markierungen zunächst versichert nach Süden über einen steilen, schwierigen Pfad hinunter zum Sattel. Den folgenden Steilhang queren wir und steigen abwärts zu den grünen Bändern östlich des Drachensees. Bei einem Schilderbaum nehmen wir den Weg Richtung Coburger Hütte, auf deren Terrasse wir uns ein Weißbier mit Kaiserscharrn genehmigen. Nach einer ausgiebigen Rast gehen wir zurück zum Seebensee und über den Hoher Gang  zum Ausgangspunkt.

 

 

Fazit: Ein spektakulärer Klettersteig in einer einmaligen Bergwelt.

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