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Skihochtouren um die Britannia Hütte - Allalinhorn - Strahlhorn - Fluchthorn - Alphubel

Ski-Hochtourentage in den Walliser Alpen (Britannia Hütte)

Teilnehmer: Hans, Helmut, Markus, Werner, Jupp, Caro, Wolfgang, Christoph, Sepp, Peppi, Franz, Reinhard, Thomas. (Organisator: Ernst Schick leider nicht dabei)

Gipfel:

Allalinhorn 4027m

Strahlhorn 4190m

Fluchthorn 3791m

Alphubel 4206m

Rimpfischhorn 4199m wetterbedingt abgebrochen

Stützpunkt: Britannia Hütte 3030m

 

Wieder mal Schweiz hieß es, als ich ins Auto von Helmut stieg. Mit einem besonderen Ziel. Wir wollten heute bis nach Saas Fee fahren, um dann heute noch das Allalinhorn zu besteigen. Anschließend wollten wir mit den Ski zur Britannia Hütte abfahren und uns mit den restlichen Teilnehmern zu treffen.

Ich fuhr also mit Markus, Helmut, Werner und Hans ab Saas Fee mit der Bahn bis zur Station Metro Alpin Mittelallain um danach sofort in die Ski zu steigen und bis zum Gipfel des Allalinhorns aufzusteigen. Bei bestem Wetter standen wir kurz drauf auf dem Gipfel. Anschließend fuhren wir mit unseren Ski zur Britannia Hütte auf 3030m ab. Dort trafen wir die anderen Straubinger, die schon am zugewiesenen Tisch saßen. Für die nächsten Tage sollte die Hütte unser Basislager sein.

 

 

Strahlhorn und Rimpfischhorn im Aufstieg zum Alalinhorn

 

Am Zweiten Tag starteten wir nach dem Frühstück in Richtung Strahlhorn. Erst 150 Hm Abfahrt auf den Hohllaubgletscher, diesen querend zum Allalingletscher. Sanft ansteigend ging es weiter, dann immer steiler werdend bis zum Adlerpass (3789m). Über einen kurzen Steilaufschwung auf die Schulter. 70 Hm unter dem Gipfel schnallten wir die Skier ab, richteten das Skidepot ein und stiegen die letzten Meter zu Fuß auf. Das Kreuz stand auf einem schmalen Gipfelgrat. Wir machten Fotos und genossen die grandiose Aussicht auf die nahen Walliser Berge. Auch die Fernsicht war nicht zu verachten. Von Mont Blanc über die Berner bis zur Bernina war alles zu sehen. Wir fuhren sofort wieder ab, um auf einer Höhe von ca. 3500 m eine Rast einzulegen. Der Schnee war gut zu fahren. Bei Rumblödeln kamen wir auf einmal auf die Idee noch das Fluchhorn draufzulegen. Also entschlossen sich fünf spontan auf das nahestehende Fluchthorn 3789 m zu steigen. Bei diesem Wetter einladend und in ca. 1,5 h zu erreichen. Der Rest der Truppe kurvte in Richtung Hütte ab, um die 150 Hm Gegenanstieg in Angriff zu nehmen. Gegen 15:00 Uhr waren alle wieder auf der Hütte.

Auf dem Gipfelgrat des Strahlhorns mit Rimpfischhorn im Hintergrund und die Mischabel mit Alphubel, Täschhorn und Dom ganz hinten.

Am nächsten Tag war wiederum ein herrlicher Tag mit fast keinen Wolken, der um 5:00 Uhr mit dem Frühstück startete. Das Ziel sollte der Alphubel sein. Unser Weg führte heute durch das Skigebiet. Erst querten wir bis zur Station Felskinn um durch den Tunnel auf die andere Seite des Felskopfes zu gelangen. Dann etwas Abfahrt auf der hart gefrorenen Piste um auf ca. 2800 m die Felle aufzuziehen. Erst steil ansteigend, dann noch etwas querend bis zum Fuß des Alphubels. Über einen sanften Rücken ging es hinauf in den Steilhang. Die letzten Höhenmeter jedoch verliefen nur mäßig ansteigend bis in den breiten und flachen Gipfelbereich. Ein heftiger Wind machte allerdings den Aufenthalt unangenehm. Einige Teilnehmer traten deshalb nach einer viertel Stunde trotz herrlich blauem Himmel und toller Aussicht die Abfahrt an. Weiter unten wurde Brotzeit gemacht und gewartet, bis alle wieder zusammentrafen, um gemeinsam das Skigebiet in Richtung Britanniahütte zu queren.

Auf dem Gipfel des Alphubel mit Strahlhorn, Rimpfischhorn und Monte Rosa rechts

Auch am vierten Tag wäre das Wetter gut gewesen, doch heute meldete der Wetterbericht starken Wind und wir sollten heute erfahren, was dies auf ca. 4000 m bedeutet. Während einige das Skigebiet von Saas Fee testeten und die anderen zum Fluchthorn aufbrachen, wollten Markus und ich das Rimpfischhorn besteigen. Ein kühner Plan, bei dem starken Wind. Aber wir dachten uns, dass wir immer noch abbrechen können. Wir fuhren wieder vom der Hütte den pickelharten Hang abwärts und folgten erst auf dem Allalingletscher den Spuren Richtung Strahlhorn bis 3240m. Dort verlassen wir die Spur und biegen Richtung Allalinpass 3564m ein. Vom Allalinpass ging es leicht abfahrend in südwestlicher Richtung bis cirka 3500m weiter. Der Wind war wahnsinnig stark. Wenn mal wieder eine Böe unvorbereitet kam, musste man echt das eine oder andere Mal in den Schnee fassen. Der vom Strahlhorn Grat herabziehende Fels/Eissporn wird anschließend auf etwa 3500m umgangen. Über die Nord-Westflanke wollten wir uns zum Rimpfischsattel (Skidepot) auf 4050m hinaufkämpfen. Wir kamen eigentlich, trotz dem Wind gut voran, dennoch mussten wir kurz vor dem Skidepot auf 3950m wegen dem 100km/h starken Wind aufgeben. Manchmal muss man einfach das Hirn einschalten. Wir drehten um und fuhren auf den gleichen Weg Richtung Hütte.

Wir packten unsere Sachen auf der Britannia Hütte und fuhren ins Tal. Anschließend ging es ins heimatliche Niederbayern zurück.

Täschhorn und Dom vom Gipfel des Alphubels

Fazit: Die Britannia Hütte ist ein toller Skihochtourenstützpunkt. Leichte bis mittelschwere Touren ohne Ende. Nur der tägliche 120m Gegenanstieg zur Hütte ist ein wenig lästig. Bin froh, dass ich dabei war. Gerne wieder.

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