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Hochgall 3436m

Hochgall 3436m Nordwestgrat

Datum: 07.07.2012 und 08.07.2012

Teilnehmer: Robert, Michael, Michael, Dax,

Gipfel:

Hochgall 3436m

Schwierigkeiten: III- / A0, über weite Strecken II

Wetter: stabiler Tourentag

Strecke: Parkplatz in Rein, 1595m – Kasslerhütte 2276m - Graues Nöckl - Hochgall Nordwestgrat - Hochgall 3436m - Abstieg über Nordwestgrat - Graues Nöckl – Kasslerhütte 2276m - Parkplatz in Rein

 

Ich konnte wieder mal mit den Naturfreunden mitfahren. Da es in der Schweiz mit dem Wetter eher dürftig aussieht, wollten wir doch das Wochenende nicht ungenutzt lassen. Die Wahl fiel auf den höchsten Rieserferner, den Hochgall. Der Hochgall ist von keiner Seite leicht zu ersteigen. Als Ausgangspunkt für unsere Besteigung wählten wir die Kasslerhütte, 2.274 m). Der Weg von der Kasslerhütte führt über das „Graue Nöckl“ (3.084 m) und den Nordwestgrat (II+/III-) zum Gipfel.

Vom Parkplatz starten wir zu fünft Richtung Hütte. Beim Parkplatz des Langlaufzentrums hält mach sich rechts und überquert die Brücke. Dort findet man bereits die Beschilderung zur Hütte. Der Weg führt durch den Wald aufwärts, immer wieder kommt man dabei bei kleinen Wasserfällen vorbei. Vorbei an der Lichtung mit der Unteren Ternerhütte und nach Querung des Ternerbaches lichtet sich der Wald bald und man kann schon die erste schöne Aussicht genießen. Vorbei an der Appacher Alm erreicht man schließlich die Kasseler Hütte auf 2.278 m. Auf der voll ausgebuchten Hütte angekommen, bezogen wir das Lager und genossen die Hüttenschmankerl. Nach einem tollen Hüttenabend kamen wir am Morgen schwer aus den Schlafsäcken.

Von der Hütte gehen wir den Weg Nr.8 Richtung Hochgall. Nach ca. 20 Minuten kommen wir zu einem Bachlauf, den wir überqueren. Nach der Bachquerung folgen wir den Steinmännern nach rechts. Diese Stelle hat uns die freundliche Hüttenwirtin eingebläut.

Jetzt geht es immer den Steinmännern folgend Richtung Graues Nöckl. Nachdem wir einen kleinen See erreicht hatten, steigen wir ab hier Weglos über Moränenschutt ein gutes Stück hinauf zur Moräne und steigen westlich auf dem Grat zum Grauen Nöckl auf. Das Graue Nöckl ist ein markanter, vorgeschobener, pyramidenförmigen Felssporn im NW-Grat. Hier ziehen wir Gurt, Helm und Schlosserei an.

Ab hier folgen wir kurz den Steigspuren in die steile, aber griffige untere NW-Wand (UIAA I+). Hier will Michael nicht mehr weiter, er fühlt sich nicht gut und will umdrehen. Robert, der Organisator steigt mit Ihm zur Hütte ab. Jetzt sind wir zu dritt. Ab ca. 2900m führt die Route über den Grat mit festen Klemmblöcken etwas unter dem Nöckl (3082m) vorbei zum dahinter herabziehenden Gratabschnitt. Diesen rechtsseitig knapp unterhalb der Gratlinie zu einer engen Scharte queren (UIAA II+).

Hier hilft uns ein altes Fixseil beim kurzen abklettern. Über eine kurze Firnpassage erreichen wir wieder den Grat. Der Grataufschwung wird nun deutlich steiler, einige plattige Stellen (UIAA III-) sind mit Fixseilen gesichert. Ganz oben wird der Grat flach und wir klettern über den waagrechten Gipfelgrat zum höchsten Punkt mit dem kleinen Gipfelkreuz. Hier machen wir einen wir eine kurze Pause. Da mir die Wolken nicht mehr gefielen, machten wir uns recht schnell auf den Rückweg zur Kassler Hütte.

 

Fazit: Eine wirklich schon Tour, die wir uns da spontan rausgesucht hatten. Nie richtig schwer, aber der obere zweiter Grad muss schon sicher beherrscht werden. Schwierige, oder besonders ausgesetzte Stellen sind mit Drahtseil versichert. Vom Gipfel hat man eine tolle Aussicht. Schade für die beiden Kollegen, die am Grauen Nöckl umgedreht sind.

 

 

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