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Hochtouren um die Innsbrucker Hütte

Hochtourenwochenende Innsbrucker Hütte

Datum: 08.09.2012 - 09.09.2012

Teilnehmer: Markus, Brigitte, Wolfgang, Erich, Stefan, Lugge, Willi, Sepp

Gipfel:

Ilmspitze 2690m - UIAA I+ / C/D

Habicht 3277m - UIAA I+

Wetter: Tolle Hochdrucklage

Strecke: Gasthaus Feuerstein 1281m - Innsbrucker Hütte 2369m - Einstieg 2450m - Gipfel Ilmspitze 2690m - Innsbrucker Hütte 2369m – Übernachtung - Gipfel Habicht 3277m - Innsbrucker Hütte 2369m – Gasthaus Feuerstein 1281m

 

Meine Führungstour für 2012 führt mich in den Tourenbereich der Innsbrucker Hütte. Mit dem Habicht ist von dort aus ein leichter Hochtourenberg erreichbar. Am Anreisetag machten wir uns noch zum Ilmspitz Klettersteig auf, den ich auf Anraten von Markus, einem Teilnehmer, kam. Wir fuhren ins Gschnitztal wo wir beim Gasthaus Feuerstein parkten. Schon am Parkplatz stand ein großes Schild, dass uns den Weg zur Innsbrucker Hütte weist. Der steile Südhang, an dem sich der gute Steig schmiegte, kostete uns einige Körnchen. Die Sonne strahlte gnadenlos herunter.

Endlich an der Hütte angekommen, checkten wir ein, und sammelten uns anschließend wieder vor der Hütte. Uns heutiges Ziel ist noch der Ilmspitz Klettersteig, der nicht weit von der Hütte installiert ist. Von der Hütte steigen wir über den abwechslungsreichen Steig (UIAA max. I / A) über den Falkenstein bis zum Einstieg. Vor dem Einstieg denkt man schon einige Male wie da ein C/D Klettersteig durch diese steile Wand gehen kann. Die Schlüsselstelle ist gleich zu Beginn. Aber wie so oft beim Klettern löste sich das ganze recht gut auf. Über Türme und steile Platten führt der Klettersteig sehr spektakulär und abwechslungsreich zum Gipfel der Ilmspitze. Ein kleines Plateau mit Kreuz markiert den höchsten Punkt. Hier hielten wir uns nicht lange auf, denn wir hatten nicht alle auf dem Plateau Platz. So stiegen wir ein bisschen den Aufstiegsweg zurück und kletterten an einer markierten Abzweigung, die man auch schon im Aufstieg sehr deutlich sieht, seitlich ab.

Anschließend folgen wir den Steigspuren der Wand entlang. Eine kleine Schlucht ist dann wieder versichert (A). Weiter geht es um eine Geländekante herum und über gestuftes, brüchiges Gelände (A/B) in die große Schutthalde hinab. In der Schutthalde halten wir nach links abwärts bis zu einem gut markierten Pfeiler, der den Schutt aufstaut. Hier beginnt eine Klammerreihe (B), über die wir alle steil den Pfeiler hinuntersteigen. Nun klettern wir weiter, immer den Markierungen folgend, kurz auf, um anschließend eine Kante in das parallele Schuttfeld absteigen zu können. Kurze Zeit später erreichen wir den Einstieg des Klettersteigs. Hier sammelten wir uns wieder und gehen gemeinsam zurück zu Hütte. Alle waren sich einig, eine tolle Tour, die man locker noch am Zustiegstag machen kann.

An der Hütte angekommen, genoss man die gute Hüttenküche mit dem einen oder anderen Weißbier am Abend. Am nächsten Morgen standen wir doch etwas deplatziert vor der Hütte rum, als wir uns zum gemeinsamen Start zu unserem eigentlichen Hauptziel, dem Habicht trafen.

Ich gab noch kurz eine Wegbeschreibung auf was wir uns heute einstellen mussten und schon gingen wir los. Von den Schwierigkeiten her ist der Habicht einer der am leichtesten zu erreichende 3000er Gipfel im Stubaital. Ein paar versicherte Stellen im Zustieg und bis in den Herbst hineinbleibende Altschneefelder beziehungsweise der spaltenfrei Habichtferner sind die größten Probleme, die einem erwarten. Dementsprechend locker ließ ich die Teilnehmer laufen. Gleich nach der Hütte kamen wir auf die ersten versicherten Stellen, die uns über steile Platten halfen. Anschließend steigen wir über eine Gratrippe auf die Pinnistalseite weiter aufwärts zur östlichen Ecke des Gipfelaufbaus. Wir steigen weiter über den kleinen, flachen und spaltenfreien Habichtferner zum Gipfelaufbau. Der Gipfelgrat, der wiederum mit Seilen gesichert ist, führt uns direkt hinauf zum Gipfel. Hier wurden gefühlt hunderte Fotos gemacht. Der Habicht ist ja auch als einer der schönsten Aussichtsgipfel bekannt. Der freistehende Gipfel bietet eine einmalige Rundschau auf die Stubaier Alpen, auf die Nördlichen Kalkalpen, auf die westlichen Zillertaler Alpen und in die Dolomiten. Im Süden stehen die fast uneinnehmbar scheinenden Felsbastionen der Tribulaune und des Goldkappels.

Auf dem gleichen Weg stiegen wir nach einer ausreichenden Gipfelpause zurück zur Hütte, wo wir uns eine Erfrischung genehmigten. Der anschließende Abstieg zum Gasthof Feuerstein und zum Auto war nur noch Formsache.

 

Fazit: Ein Klettersteig der Spaß macht. Ein leichter Hochtourengipfel und eine tolle Hütte. Was

braucht man mehr.  

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